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1. Rundbrief

Autor: Aaron | Datum: 15 Dezember 2015, 15:00 | 2 Kommentare

Bonjour de Baham! Guten Tag aus Baham! 5.097  Kilometer  südlich  und  mit einem  Höhenunterschied  von ca.  1300  m  von  Remscheid  liegt der  Ort  Baham.  Hier  leben 55.000  Einwohner  auf  einer Fläche  die  gefühlt  doppelt  so groß  ist,  wie  Remscheid.  Und selbst,  wenn  das  Wetter  in  der Regenzeit kaum zu unterscheiden  ist  und  es  in  der Winterzeit  auch  genau  gleich  früh  oder  spät  ist,  sind  diese  beiden  Orte  grundverschieden.  Und  ich  bin mittendrin  J:  Aaron  Störmer,  18  Jahre  alt,  1,83  m  groß,  Augenfarbe:  grau-blau,  keine  Geschwister, wohnhaft  bis  vor  3  Monaten  in  Remscheid,  nun  in  Baham,  Sternzeichen  Widder,  Mitglied  der  SPD, religiöse  Einstellung:  ungeklärt,  hat  im  Juni  2015  sein  Abitur  bestanden,  Hobbys:  Klavier  und Bockflöte  spielen,  schwimmen,  Fahrrad  fahren,  lesen  und  Dokumentationen  gucken,  Nichtraucher, Fleischesser…  Aber  Moment mal?  Beschreibt  mich  das  wirklich  so  gut  wie  ich  meine?  Oder  ist  das  nur eine  Fassade,  die  mich  aus  mir  selbst  ausschließt?  Und  warum  gibt  es  so  viele  Arten  einen  Menschen zu  beschreiben  und  doch  ist  keine  wirklich  treffend?  Ich  könnte  wahrscheinlich  mein  gesamtes Äußeres  genauestens  beschreiben,  aber  es  würde  niemandem  helfen,  mich  kennenzulernen  oder  zu begreifen  wer  ich  bin.  Ich  kann  so  viele  Dinge  beschreiben,  analysieren  und  bewerten,  aber  ich  habe tatsächlich  nie  die  Garantie,  dass  meine  Beschreibung  treffend  ist  und  auch  von  dem  Leser  oder Hörer  richtig  verstanden  wird…  Und  nun  sitze  ich  hier  in  meinem  Bambussessel,  höre  die  Kinder draußen  spielen,  esse  Beignets  (frittierte  Krapfen  mit  Zucker)  und  soll  die  ersten  drei  Monate  meines entwicklungspolitischen  Freiwilligendienstes  in  einem  Bericht  zusammenfassen.  Ich  kann  nicht erwarten,  dass  jede/r  Leser/in  alles  (richtig)  versteht,  was  ich  hier  schreibe  und  deshalb  soll  dieser Bericht  nicht  etwa  mit  Fakten  und  Tagesberichten  gefüllt  werden,  sondern  meine  Situation  in  Baham (Kamerun)  versuchen  zu  erfassen. (weiter)

 

"Tu es gentil comme une poubelle!"

Autor: Aaron | Datum: 01 Dezember 2015, 09:31 | 3 Kommentare

Heute habe ich also gelernt, dass ich so freundlich wie ein Mülleimer bin (siehe Titel!). Josi ist im Moment in Angelegenheiten ihres Visums in Yaounde und ich mache mal für zwei Tage den Unterricht alleine ;) Eine supertolle Erfahrung und so viel herumgelaufen bin ich wohl selten! Es gibt keine Minute wo es nicht irgendein Kind gibt, dass Hilfe braucht, und die Zeit vergeht wie im Flug. Josi's Kinder offenbaren jedoch eine unglaubliche Wortgewandheit, wie Michelle, die mir eröffnet hat, ich sei so freundlich wie ein Mülleimer. Nun kommt es natürlich ganz auf die Sichtweise an, wie man diesen Satz interpretiert. Aber ich hab mir gedacht: "Komm, man wird nicht alle Tage mit einem Mülleimer verglichen." Obwoooohl.....auch Josi nennt mich ihren persönlichen Mülleimer, da ich immer, wenn sie keinen Hunger mehr hat, oder wenm zu viel Fisch im Essen ist, gerne die Überschüsse esse ;D Ich scheine wohl gravierende Ähnlichkeiten mit den Eigenschaften eines Mülleimers zu haben, sonst würden sich die Vergleiche hier nicht häufen   

Naja Spaß beiseite... Die Adventszeit hat begonnen und wenn ich nicht Mitfreiwillige und Kontakt nach Deutschland hätte, wäre das vermutlich völlig an mir vorbeigegangen... Schade eigentlich, aber es ist zur Abwechslung mal schön nicht überall Weihnachtsbäume und ab August Schokolade und Plätzchen in Massen in den Geschäften zu sehen. Die erste Weihnachtszeit also ohne Schnee, ohne Kälte und ohne Regen und graue Wolken ;) Stattdessen kann ich bei knapp 30°C in der Sonne liegen und das vielstimmige Vogelgezwitscher genießen. 

 

Ich wünsche euch allen trotzdem eine superschöne Adventszeit und eine besinnliche Zeit mit euren Familien Cool

 

 

 

Viel gearbeitet aber nicht gut?

Autor: Aaron | Datum: 27 November 2015, 18:31 | 1 Kommentare

Freitag Nachmittag. Völlig gerädert von der letzten Woche sitze ich im Taxi nach Bafoussam zu Lina (einer anderen Freiwilligen), bei der ich das Wochenende verbringen werde :) Josi muss (hoffentlich das letze Mal!) nach Yaounde um sich einen Einreisestempel für ihr Visum zu besorgen. Sie sitzt neben mir und während wir uns Bafoussam nähern beginnt die Anspannung zu wachsen, da sie bisher noch keinen Reisepass hat und dieser in Bafoussam beim DHL Shop liegt. Kein Problem oder? Nun ja kurz vor Bafoussam ist eine Polizeikontrolle und wir beide beten, dass wir nicht kontrolliert werden. Meter um Meter steigt die Spannung und dann kommt die Stadt immer näher und Josi schließt die Augen und flüstert: "Sag mir wenn wir durch sind." Dann kommt der Kontrollpunkt in Sicht und ich halte tatsächlich die Luft an...Meter um Meter schieben wir uns voran (die Zeit scheint irgendwie langsamer zu laufen!) und dann sind wir vorbei!!! Ich stubse Josi an doch sie macht die Augen nicht auf. "Wir sind vorbei!" sage ich und uns beiden fällt ein Stein vom Herzen! (weiter)

 

Drei Tage Kribi - Kurzurlaub?

Autor: Aaron | Datum: 22 November 2015, 19:05 | 1 Kommentare

...Wohl eher nicht, obwohl ich tatsächlich einmal kurz am Strand war. Dennoch kann man bei diesem Marathon durch den Westen des Landes eher von einer Geschäftsreise sprechen ;) Wir wollen mit einigen Freiwilligen aus Kamerun einen Urlaub in Kribi machen und die Planungen dafür, die sehr früh angefangen haben, sind leider etwas aus dem Ruder gelaufen, da die Hotelsuche nicht konsequent durchgeführt wurde...Also haben Josi und ich dir Planungen kurzerhand übernommen und innerhalb einer Woche auch ein passendes, günstiges Hotel gefunden. Es galt aber ein winziges Problem zu Lösen! Jemand muss vorab nach Kribi fahren um sich das Hotel anzuschauen und eine Anzahlung zu leisten. Ich habe mich dazu bereiterklärt, diese Aufgabe zu übernehmen und jetzt muss nur noch das Geld der anderen rechtzeitig bei mir eintreffen ;) Und innerhalb von 4 Tagen trudelt das Geld von 20 Freiwillige. tatsächlich ein und ich kann mich auf den Weg machen. Hoffentlich funktioniert alles wie geplant!

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Regenzeit und Trockenzeit - Was denn nun?

Autor: Aaron | Datum: 04 November 2015, 06:20 | 1 Kommentare

Guten Morgen :D 

 

Ich sitze gerade in meinem Bett und der Regen prasselt wie wild auf das Wellblechdach unseres Hauses... :( Eigentlich doch ganz normal in der Regenzeit, sagt ihr? Nicht so ganz...denn eigentlich sollte es seit dem 15. Oktober nur noch Nachts regnen und dann bis Mitte November immer weniger werden. Nun, das kann sich ja auch ein bisschen verschoben haben, aber als es gestern, nach 2 Wochen Dauerregen, den ersten komplett sonnigen Tag gab, dachte ich es würde langsam losgehen mit der Trockenzeit :) Pustekuchen, es regnet wie aus Kübeln und es darf weiter auf Sonne gewartet werden :) 

 

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